Handel im Wandel: Durch die Woche mit Fabian Wittleben von Bonial Services.

von Kay Ulrike Treiß am 26.Oktober 2016 in Fragebögen

bonial_fabian-wittleben„Shopper mit innovativen Technologien zurück in die lokalen Geschäfte zu ziehen“, ist für Fabian Wittleben aktuell die größte Aufgabe des stationären Handels. Wittleben leitet seit September 2016 bei Bonial den neu geschaffenen globalen Geschäftsbereich Bonial Services. Als Managing Director verantwortet er die Geschäftsaktivitäten in Deutschland, USA und Frankreich. Zu seinen Aufgaben zählen die Markteinführung neuer Produkte für den stationären Einzelhandel sowie der Aufbau von Kundenbeziehungen. Nach seinem Studium in Asien gründete der diplomierte Betriebswirt ein Unternehmen für Online-Coupons in Hongkong. In Lateinamerika führte Fabian Wittleben ein Unternehmen für digitale Online-Prospekte, finanziert durch den Medienkonzern Grupo Santo Domingo. Im Fragebogen von Location Insider verrät Fabian Wittleben u.a., was er nachts um halb 12 Uhr in Berlin einkauft.

Location Insider: Wie würden Sie den Handel/die momentane Situation des stationären Handels in einem Satz beschreiben?

Fabian Wittleben: Der stationäre Einzelhandel ist die tragende Säule des deutschen Einzelhandels und sollte die digitale Revolution nicht fürchten, sondern die Chancen des neuen Reichweitenpotentials nutzen, um Shopper mit innovativen Technologien zurück in die lokalen Geschäfte zu ziehen.

Location Insider: Welcher Tag der vergangenen Woche war der Beste aus Händlerperspektive und warum?

Fabian Wittleben: Nicht ganz letzte Woche, aber: der Tag an dem wir offiziell mit Bonial Services
gestartet sind.

Location Insider: Worüber haben Sie sich diese Woche besonders beim Einkaufen im Laden gefreut?

Fabian Wittleben: Ich habe einen kleinen Späti um die Ecke (für Nicht-Berliner: ein Convenience Shop, der außerhalb der üblichen Ladenöffnungszeiten geöffnet hat). Dort habe ich tatsächlich noch nachts um halb zwölf frische Chillies für mein Chili con Carne kaufen können. Die Späti-Kultur in Berlin ist einfach toll! In so einem Fall dürfte es selbst für Amazon Fresh schwer sein, mitzuhalten.

Location Insider: Und worüber haben Sie sich geärgert?

Fabian Wittleben: Über die Parkplatzsituation.

Location Insider: Mit wem wollen Sie nie an der Kasse stehen, wenn Sie Unterwäsche kaufen? Oder kaufen Sie diese deshalb nur online?

Fabian Wittleben: Unterwäsche? 😉

Location Insider: Tante Emma oder Supermarkt?

Fabian Wittleben: Späti.

Location Insider: Welche Schlagzeile wollen Sie auf keinen Fall über sich im „Handelsblatt“ lesen?

Fabian Wittleben: „Bonial Services hat den Anschluss an die technologische Entwicklung verpasst“ – denn das wäre völlig aus der Luft gegriffen. Mit “Bonial Connect” und künftigen Angeboten liefern wir unseren Kunden Lösungen, die stets auf dem aktuellsten technologischen Stand sind.

Location Insider: Nehmen wir an, Sie hätten einen Wunsch frei: Wie sähe der stationäre Handel in fünf Jahren aus, wenn sie es sich aussuchen könnten?

Fabian Wittleben: Mein Wunsch wäre, dass der Handel sich kundenorientierter präsentiert und von Industrien lernt, die bereits erfolgreich Erfahrungen mit disruptiven Technologien gemacht haben. Ich denke da zum Beispiel an die Musikbranche, die mit sinnvollen Investitionen neue Werte schaffen konnte. Übertragen auf den Handel wäre das in fünf Jahren beispielsweise ein beeindruckendes In-Store-Erlebnis mit erstklassiger Beratung.

Lesen Sie auch die vorherigen Fragebögen unserer Serie “Durch die Woche mit…”:



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